Inhalt
- 01Warum es keine pauschale Antwort gibt
- 02Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace, IONOS)
- 03Freelancer-Projekt (Einzelunternehmer, kleine Dienstleister)
- 04Kleinere Agentur (3–15 Mitarbeiter)
- 05Große Agentur / Digital-Agentur
- 06Woher kommen die Preisunterschiede wirklich?
- 07Was ist „genug” für KMU?
- 08Worauf Sie achten sollten
- 09Fördermittel in Deutschland
- 10Unser Ansatz
Warum es keine pauschale Antwort gibt
Die Frage „Was kostet eine Website?” ist ungefähr so präzise wie „Was kostet ein Auto?”. Zwischen Baukasten-Abo für 15 € im Monat und Custom-Entwicklung für 50.000 € liegen nicht nur Preiswelten, sondern unterschiedliche Produkte. Entscheidend ist nicht der Preis allein, sondern: Was bekomme ich dafür, und reicht das für meinen Zweck?
Dieser Artikel ordnet die Preisbereiche ein und nennt für jeden realistische Summen – Stand 2026, deutscher Markt, typische KMU-Projekte.
Bei Webpelikan führen wir diese Budget-Gespräche fast täglich mit Unternehmen aus München und Umgebung. Deshalb ergänzen wir hier nicht nur Marktpreise, sondern auch die typischen Entscheidungsfehler aus echten Projekten.
Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace, IONOS)
Kosten: 10–50 €/Monat, plus Domain (~12 €/Jahr). Einmalige Einrichtung optional durch Dienstleister (200–1.500 €).
Was drin ist: Drag-and-Drop-Editor, vorgefertigte Templates, Hosting, SSL, Basis-SEO-Einstellungen, teils E-Mail-Adresse.
Was funktioniert: Einfache Visitenkarten-Websites, Pop-up-Stores, schnelle Präsenz. Wer selbst pflegen will und kein Design-Anspruch an Alleinstellung hat, kommt hier sehr schnell und günstig ans Ziel.
Was nicht funktioniert: Ab einem gewissen Reifegrad werden Baukasten-Sites eng. Performance (Ladezeit) ist systembedingt oft mäßig. SEO-technisch kommt man über die Grundlagen nicht hinaus. Eigenes Design – wirklich eigenes, nicht nur Farbwechsel im Template – ist kaum möglich.
Faustregel: Solange die Seite rein repräsentativ ist und nicht das Haupt-Akquise-Werkzeug, kann Baukasten reichen. Sobald sie verkaufen oder ranken soll, wird es eng.
Freelancer-Projekt (Einzelunternehmer, kleine Dienstleister)
Kosten: 1.500–8.000 € einmalig, je nach Umfang und Seniorität.
Was drin ist: Individuelles Design, typisch auf WordPress, Webflow oder – wie bei uns – auf modernen Stacks wie Next.js. Eigener Textsatz, responsives Layout, Basis-SEO-Setup, meist 5–10 Seiten. Hosting und Wartung separat oder als Paket.
Was funktioniert: Der Mittelbereich dessen, was KMU typischerweise brauchen – ein eigenständiger Auftritt ohne Template-Optik, mit persönlichem Ansprechpartner. Kürzere Kommunikationswege als bei Agenturen, oft höhere individuelle Betreuungsdichte.
Was nicht funktioniert: Sehr große Projekte (Webshops mit ERP-Anbindung, Multi-Site-Strukturen, mehrsprachige Unternehmenspräsenzen) stoßen an die Kapazitätsgrenze eines Einzelunternehmens.
Faustregel: Wer eine professionelle, eigenständige Website braucht und keine Enterprise-Anforderungen hat, findet hier das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Spanne ist groß – entscheidend ist nicht der Preis, sondern wie oft das Gegenüber schon ähnliche Projekte gemacht hat.
Kleinere Agentur (3–15 Mitarbeiter)
Kosten: 5.000–25.000 € einmalig.
Was drin ist: Strukturierteres Vorgehen (Kick-off, Wireframes, mehrere Design-Runden, Entwicklung, QA, Launch). Typischerweise dedizierte Rollen: Konzept, Design, Entwicklung, Projektmanagement. SEO oft als eigenes Paket.
Was funktioniert: Größere Projekte mit mehreren Stakeholdern, wo Projektmanagement-Kompetenz wirklich Mehrwert bringt. Unternehmenspräsenzen mit CI-Anspruch, die über mehrere Jahre konsistent weiterentwickelt werden sollen.
Was nicht funktioniert: Für einfachere Projekte zahlt man hier schnell für Struktur, die gar nicht nötig wäre. Die Kommunikationsschleifen werden länger (Kunde → PM → Designer → PM → Entwickler → PM → Kunde).
Faustregel: Ab einem Projektumfang, bei dem regelmäßig drei oder mehr Personen gleichzeitig an der Website arbeiten sollten, wird die Agentur strukturell überlegen. Darunter erkauft man sich vor allem Overhead.
Große Agentur / Digital-Agentur
Kosten: 20.000–150.000 € einmalig, plus laufende Kosten.
Was drin ist: Full-Service-Leistungen, oft über die Website hinaus: Branding, Content-Produktion, Kampagnen, Analytics-Setup, E-Commerce, Integrationen in ERP/CRM.
Was funktioniert: Konzerne, Marken mit hohem CI-Anspruch, komplexe B2B-Strukturen, internationale Präsenzen.
Was nicht funktioniert: Praktisch alles unter „Mittelstand”. Die Stundensätze beginnen bei 150–250 €, das Projekt-Minimum liegt bei 30.000 €. Für eine klassische 8-Seiten-Unternehmenswebsite ist das nicht angemessen.
Woher kommen die Preisunterschiede wirklich?
Nicht alle Preisunterschiede sind gerechtfertigt. Aber die meisten:
- Design-Tiefe: Ein eigenes Design, das wirklich auf das Unternehmen hin entworfen wurde, kostet 4–10 Arbeitstage Gestaltungsarbeit. Ein Template anzupassen: 0,5–2 Tage.
- Content-Arbeit: Texte selbst schreiben oder professionell schreiben lassen macht bei einer 8-Seiten-Site schnell 2–5 Tage Unterschied.
- Performance und SEO: Eine Seite, die in 1 Sekunde lädt und strukturierte Daten korrekt ausspielt, ist kein Zufallsprodukt – das kostet zusätzliche Entwicklungszeit. Googles eigene Core-Web-Vitals-Schwellwerte sind dokumentiert unter web.dev/articles/vitals.
- Projektmanagement: Bei Agenturen entfällt 20–40 % des Budgets auf Koordination, Meetings, Status-Pflege. Das ist bei komplexen Projekten sinnvoll, bei kleinen overkill.
Was ist „genug” für KMU?
Für die meisten kleineren und mittleren Unternehmen ist die ehrliche Antwort: irgendwo zwischen 3.000 € und 8.000 € einmalig, plus Wartung ab 80 € im Monat. Darunter wird die Qualität spürbar enger. Darüber zahlt man für Strukturen, die man nicht braucht.
Wichtig: Die einmaligen Kosten sind oft nicht der teuerste Posten. Eine Seite, die drei Jahre hält, ohne dass man sie erneut bauen muss, ist unterm Strich günstiger als ein Billigprojekt, das nach 18 Monaten ersetzt werden muss.
Worauf Sie achten sollten
- Festpreis statt Stundenschätzung: Gerade bei kleineren Projekten schützt ein verbindliches Angebot vor Kostenexplosionen.
- Domain und Code gehören Ihnen: Manche Anbieter hosten proprietär, sodass ein Wechsel faktisch einen Neubau bedeutet. Das ist ein Dealbreaker.
- Wartung getrennt anschauen: Monatliche Wartungskosten von 80–300 € sind normal. Alles darunter ist oft unterausgestattet, alles deutlich darüber rechtfertigungsbedürftig.
- Referenzen im selben Preissegment: Eine Agentur mit Konzernreferenzen ist nicht automatisch der richtige Partner für eine Handwerker-Website.
Fördermittel in Deutschland
Für KMU-Digitalisierungsprojekte gibt es belastbare staatliche Förderprogramme. Zwei Beispiele, die in unseren Erstgesprächen regelmäßig Thema sind:
- go-digital des Bundesministeriums für Wirtschaft: bis zu 16.500 € Zuschuss, 50 % Förderquote, eingesetzt über zertifizierte Beratungsunternehmen. Überblick und Voraussetzungen beim BMWK.
- Digitalbonus Bayern für in Bayern ansässige KMU: Standard- und Plus-Varianten, bis zu 50.000 € Zuschuss. Antrag und Kriterien unter digitalbonus.bayern.
Wir sind selbst kein akkreditiertes go-digital-Beratungsunternehmen, können aber passende Partner vermitteln. Wichtig: Förderanträge müssen vor Projektstart eingereicht werden – rückwirkend geht nichts.
Unser Ansatz
Wir arbeiten ohne Preisliste – jedes Projekt wird individuell kalkuliert. Nach einem kurzen Erstgespräch bekommen Sie ein konkretes Festpreis-Angebot inklusive Design-Entwurf, bevor Geld fließt. Wenn wir ehrlich finden, dass ein Baukasten für Ihren Fall reicht, sagen wir das. Wenn ein Projekt zu groß wird, vermitteln wir weiter. Kein Push, nur was wirklich zu Ihnen passt.
Im Alltag läuft die Zusammenarbeit über unser Pelikan-Portal: Sie stellen Content bereit, markieren Änderungswünsche direkt auf der Seite, sehen den Stand jederzeit. Das spart Terminfenster und Mail-Ketten – gerade für Inhaber, die tagsüber nicht für Calls verfügbar sind.